„Tool#27“ setzt sich mit dem Fluss als Lebensader der Stadt auseinander. Das Wasser des Flusses wird aufgesaugt und lässt den Körper der Performerin zu monströser Gestalt anwachsen. Sie zeigt dabei, wie uns die Umwelt permanent formt und verändert. Das aus der Performance entstehende Objekt wird im Anschluss auf der Sigi-Feigel-Terrasse installiert.
Der bekannte Künstler und Maler Attilio Zanetti wohnt seit geraumer Zeit in Wipkingen und fühlt sich sehr wohl hier. Da ein Teil seiner Familie in Rom wohnt, pendelt er in losen Abständen zwischen Rom und Wipkingen. Telewipkingen war bei ihm zu Besuch.
Vermutlich weiss fast niemand hier im Quartier, dass die Dächer auf der Terasse des Postgebäude Wipkingen früher auf der Gemüse / Rathausbrücke standen.
Nach dem Neubau der Gemüsebrücke im Jahre 1969, als Resultat eines gewonnenen Wettbewerbes, bekam der Ort für die Verkaufskioske auch eine neue Bedachung. Diese wurde bald schon sehr kontrovers aufgenommen und stiess auf zunehmend grossen Wiederstand in der Öffentlichkeit. Daraufhin wurde sie nach wenigen Jahren auf die Dachterrasse der Post Wipkingen „umgesiedelt“.
Diese „Transplantation“ ergab eine erstaunlich geglückte Collage.
Aus einem „Unort“ wurde so ein spannender Ort, doch
leider ist dieser im Laufe der Jahre sehr in Vergessenheit geraten und wird stark vernachlässigt.
Nun soll mit einer temporären Zwischennutzung und einem dreiwöchigem Projekt von Eva Pauli nochmals Licht auf die Geschichte geworfen werden. Die gesamte Bedachung sollte noch einmal im wörtlichem Sinne aufleuchten und Erinnerungen wachrufen an einen früheren Schritt in der langen Geschichte der Limmatraum Planung.
Frau Berdelis vom Tiefbauamt Zürich (Gestalterin öffentlicher Raum) nimmt Stellung zur geplanten Intervention von Eva Pauli
Wie die Dächer von Manuel Pauli von der Rathausbrücke
nach Wipkingen gekommen sind. Impressionen von der Entstehung und Vernissage der Kunstintervention
Wie familienfreundlich ist der begehrte Wohn- und Erholungsraum an der Limmat heute und wie soll die Zukunft aussehen?
In Anbetracht der wachsenden Besucherzahlen im attraktiven Gemeinschaftszentrum am Fluss hat das GZ Wipkingen und die Quartierkoordination 3,4 und 5 mit über 80 Eltern aus Zürich gesprochen und diese zu ihrer Lebenssituation mit Kindern in Zürich West, Wipkingen und Höngg befragt. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden den QuartierbewohnerInnen im Oktober 2009 an einem informellen und interaktiven Abend in der Laborbar mit begleitendem Film präsentiert.
Die Quartierkoordination Kreis 5 ist beauftragt, die soziokulturellen Bedürfnisse an Ort aufzunehmen und umzusetzen. Ergreifen wir diesen kleinen Finger und beteiligen uns mit Ideen und Forderungen am Gestaltungsprozess.
Telewipkingen startet neu eine Portrait Serie und wird künftig in losen Abständen bekannte, unbekannte, berühmte und unberühmte Menschen im Quartier portraitieren. Den Anfang machen wir mit Marie Keller. Sie ist die älteste Wipkingerin bzw. auch Zürcherin und wird im nächsten Frühling sage und schreibe 110 Jahre alt.